“Pimp your website” – Begegne Deinem Avatar!

Um die eigene Website zu “pimpen” (zu optimieren) wird häufig empfohlen, sich einen Avatar (urspr. Sanskrit für eine inkarnierte Gottheit) oder einfach den Paradetypus Ihrer Zielgruppe vorzustellen. Und es funktioniert in der Tat, sich seine Werbung durch die Brille seines Klientel anzuschauen, denn der Köder muss ja vor allem dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Für alle, die keine Zeit und Lust haben, sich alle erdenklichen Eigenschaften typischer Klienten aus den Fingern zu saugen oder gar eine aufwendige Kundenbefragung durchzuführen, gibt es jetzt eine Abkürzung. Diese geniale Vereinfachung funktioniert übrigens auch, wenn Sie mehrere ganz verschiedene Personengruppen ansprechen wollen. Ein weiterer Vorteil: sie ist wirklich kinderleicht, was man von “linkshirnigen” Methoden nicht immer behaupten kann!

Also los. Stellen Sie 2 Stühle vor den Monitor, an dem Sie arbeiten und öffnen Ihre Website. Der eine Stuhl ist für Sie, der andere für den Avatar. Nun machen wir eine Anleihe beim Familienstellen.

  1. Geben Sie nun “Ihrem System” den Auftrag, Ihren typischen oder idealen Kunden-Avatar auf den zweiten Platz zu setzen. Sie brauchen nicht einmal nachzudenken, denn Ihre Systemintelligenz arbeitet für Sie.
  2. Wechseln Sie nun selbst auf den 2. Stuhl
  3. Spüren Sie die Veränderung in Ihrer Selbstwahrnehmung und Gestimmtheit und öffnen Sie sich ihr ganz. Keine Angst, das sind immer noch Sie.
  4. Jetzt betrachten Sie Ihre Startseite, als wäre es das allererste Mal. Registrieren Sie, worauf zuerst Ihr Blick fällt, was Sie weniger anspricht, wo Sie etwas länger lesen.
  5. Wenn Sie mögen, klicken Sie (der Avatar) weiter durch die verschiedenen Seiten oder kehren Sie zwischendurch zum 1. Stuhl zurück (kommen Sie wieder ganz an) und schreiben auf, was Ihnen aufgefallen ist
  6. Wiederholen Sie das Vorgehen bis Sie durch sind und sammeln die Punkte, die Sie später noch einmal überarbeiten möchten.
  7. Zum Schluss bedanken Sie sich beim Avatar für seine Unterstützung und lassen Sie ihn “nach Hause” gehen.

Ob mich eine Seite anspricht oder nicht, ist so simpel wie das Bild von “Stecker und Steckdose” – es passt, oder eben nicht. Niemand wird Ihnen zuliebe sorgsam ausgearbeitete Texte studieren, wenn nicht gleich zu Anfang eine Affinität empfunden wird, die unaufhaltsam Nahrung erhält. Mir ist beim Selbstversuch z.B. sofort bewusst geworden, wie wichtig kurze prägnante Formulierungen sind, weil man eine Seite ja zunächst nur überfliegt. Alles was NACHDENKEN erfordert, wird ausgeblendet.

“Der gemeine Surfer bleibt an der Oberfläche, solange er kann!”

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